Jahresübersicht Museen: Ausstellungen 2020

Hier geben wir einen Überblick für das Jahr 2020: Welche Ausstellungen sind in den städtischen Museen geplant? Und welche Schwerpunkte wird es in den einzelnen Häusern geben? Antworten darauf und Links zu den Museen finden Sie hier.

Stadtmuseum Oldenburg

Kult! Angesagte Orte in Oldenburg

Bis 1. März 2020

Mit „Kult“ verbinden wir – jenseits der ursprünglich religiösen Bedeutung – Orte, Objekte oder Ereignisse, die Emotionen wecken. Gleich ob Diskothek, Bratwurst-Bude, Grünfläche oder Sportstätte – mit „Kultorten“ sind Erinnerungen verknüpft, die zu einem wesentlichen Teil der eigenen Identität gehören und die nicht selten in der Gemeinschaft geteilt werden. Was sind für Oldenburgerinnen und Oldenburger „kultige“ Plätze, Räume und Treffpunkte, die sie mit der Stadt, in der sie leben, besonders verbinden? Und was sagt das über die Identität der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner aus?

Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Entstehung erster kultiger Anlaufstellen bis hin zu heutigen Kultorten in der Stadt. Der Sound dieser Orte, vielfältiges Bildmaterial, Objekte und Interview-Ausschnitte machen es möglich, ganz verschiedenen Kultorten und ihren Geschichten nachzuspüren und sich aktiv am Thema zu beteiligen.

Entdeckt, bewundert, aufgehoben – vom Sammeln und Zeigen

17. April bis 16. August 2020

Was haben ein Krug, ein Luftbefeuchter und ein Massagegerät gemeinsam? Sie sind aus den verschiedensten Gründen Teil des Museums und damit weit mehr als ein ungleiches Trio. Am Beispiel dieser und weiterer Objekte gibt die Ausstellung Einblicke in die Museumsarbeit. In Stationen aufgeteilt, benennt sie die klassischen Aufgabenbereiche eines Museums – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen, Vermitteln – und gewährt neue Perspektiven auf die Sammlung.

So werden Objekte gezeigt, deren Herkunft unbekannt ist, die eine spannende Geschichte erzählen oder die noch nie ausgestellt wurden. Gleichzeitig werden im Dialog mit den Gästen Lücken in der Sammlung benannt und Herausforderungen der Herkunftsforschung transparent gemacht. Das Rahmenprogramm bietet Besucherinnen und Besuchern außerdem die Möglichkeit, die Ausstellung mit eigenen Objekten und persönlichen Geschichten zu erweitern.

Hier geht es zur Website des Stadtmuseums »

Edith-Russ-Haus für Medienkunst

Possessed Landscapes

30. Januar bis 29. März 2020

In dieser internationalen Gruppenausstellung geht es um die künstlerische Darstellung von Landschaft – allerdings nicht als Ort der Erholung, als Allegorie oder als Platzhalterin für erhabene Schönheit. „Possessed Landscapes“ kann man mit „Besessene Landschaft“, aber auch mit „Landschaft im Besitz“ übersetzen. Der Titel verweist sowohl auf indigene Vorstellungen, nach denen das Land von Vorfahren bewohnt wird, als auch auf deren Verdrängung durch eine industrielle Inbesitznahme von Land. Diese erzeugt neue Landschaften der Gier, die einen dystopischen Ausblick auf die Zukunft unseres Planeten geben. Mit Viktor Brim, Tanja Engelberts, Rachel O'Reilly, Zina Saro-Wiwa und Zhou Tao.

Language for Sale (Arbeitstitel)

23. April bis 14. Juni 2020

Die neue, für die Ausstellung entstehende Nonsens-Oper von Kim Schoen, „Baragouin“, ist Ausgangspunkt und Inspiration für diese internationale Gruppenausstellung. Das Wort Baragouin soll aus dem Bretonischen stammen und bedeutet so viel wie Kauderwelsch, also unverständliche Sprache. Die Ausstellung beschäftigt sich humorvoll und poetisch mit der aktuellen Krise öffentlicher Sprache in den Medien und dem besonderen Verhältnis zwischen Ideologie und dem gesprochenen Wort.

Weitere Informationen lesen Sie auf der Website des Edith-Russ-Hauses für Medienkunst »

Horst-Janssen-Museum

Neue Dauerausstellung über Leben und Werk: Was Sie schon immer über und von Janssen wissen wollten

Eröffnung: 15. März 2020.
Um den Besucherinnen und Besuchern einen anregenden und leichten Einstieg in das Leben und Werk von Horst Janssen zu ermöglichen, wird im März 2020 auf der ersten Ebene des Museums eine neu entwickelte, interaktiv gestaltete Dauerausstellung eröffnet. In vier Themeninseln können sich die Museumsgäste mit Janssens spannendem Lebensweg, seinen zeichnerischen und druckgrafischen Verfahren sowie seiner Wortkunst vertraut machen. Filme, Hands-on-Stationen, eine Zeichenwerkstatt und Hörstationen machen Janssens Leben sinnlich erfahrbar

Veränderte Sichten: Horst Janssen und die Architektur

Mai bis August 2020

Schon als Student zeichnet Horst Janssen Architekturen und Häuser als Bestandsaufnahme seiner Umgebung. Später dann experimentiert und spielt er in seinen Arbeiten sehr unterschiedlich mit der Darstellung architektonischer Strukturen: Mal werden Wand, Dach oder ganze Straßenzüge zum Thema seiner Holzschnitte, dann verbindet er in seinen Zeichnungen Alltagsdinge wie Sektkorken oder Radnaben mit landschaftlichen Strukturen und lässt diese so zu Türmen und Festungen werden. Nicht selten sogar wird die dargestellte Architektur bei Janssen zur Bühne, oftmals zum Schauplatz von Dramen.

Naked Drawings: Soloausstellung Dan Perjovschi

12. Juni bis 13. September 2020

Dan Perjovschi (geboren 1961) ist ein Zeichner, der international umtriebig ist (Biennale Venedig, MoMA New York, Ludwig Forum Aachen) und das Zeichnen zu einem persönlichen Lebensstil gemacht hat. Klassisch ausgebildet, beherrscht er das Handwerk von Grund auf, hat sich aber von der virtuosen Handzeichnung komplett verabschiedet, um seine Inhalte direkt und schnörkellos zu vermitteln. Er nimmt auf aktuelle gesellschaftspolitische Ereignisse Bezug und bringt seine Kommentare gerne direkt auf die Wand (Dortmunder U) oder gleich auf die Fassade auf (Horst-Janssen-Museum Oldenburg). „Urban“ oder „Naked Drawings“ nennt er seine Arbeiten, die mit ungeheuer gewitzten Sprachspielen und verblüffenden Pointen seine Sicht der Dinge auf den Punkt und auf die Linie bringen. Er wird in der zweiten Juniwoche vor Ort arbeiten und sich dabei von uns über die Schulter sehen lassen

Das kann nur Zeichnung! Werke von Beethoven bis Pinterest

2. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021

Die Handzeichnung gerät wieder vermehrt in den Blick und zwar (auch) jenseits eines künstlerischen Ausdrucksmittels. Sie ist und war schon immer eine der wichtigsten Kulturtechniken des Menschen. Die zentrale Fragestellung und These dabei ist: Gibt es Phänomene, die nur innerhalb der (Hand-)Zeichnung vorstellbar und möglich sind? In acht Abteilungen, wie „Zeichnung kann konstruieren“, „Zeichnung kann erzählen“ oder „Zeichnung kann entlarven“, gehen wir dieser Frage nach. Ohne künstlerische Hierarchien sollen Architektur-Entwürfe von Friedensreich Hundertwasser neben modernen CAD-Drucken präsentiert werden, Selbstbefragungen von Paula Modersohn-Becker mit anonymen Selbstporträts von Internetplattformen wie pinterest in einen Dialog treten oder Zeichnungen aus dem Patentamt mit animierten Musikvideos kontrastieren.

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Artothek Oldenburg

Artothek: Neue Werke zum Ausleihen

6. Februar bis 2. April 2020

Die Artothek stellt die neu erworbenen Kunstwerke in einer Ausstellung vor. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf Werke von regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern freuen: Malerei von Bettina Hauke, Mario Müller und Milena Tsochkova, Grafiken von Jörg Immendorff, Olav Christopher Jenssen, Edeltraut Rath, Daniel M. Thurau und Beat Zoderer, Fotografien von Arno Kollmann, Jonathan Monk, Barbara Probst und Volker Renner sowie eine Holzskulptur von Claus Wettermann. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke für die Ausleihe vorbestellt werden.

Artothek & Schule – Klangbilder: Kunst und Musik

28. Mai bis 6. Juli 2020

Die spannende Verbindung von Kunst und Musik lässt sich in der Ausstellung „Klangbilder“ erleben. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Helene-Lange-Schule haben sich mit Kunstwerken der Artothek beschäftigt, in denen Musik im Mittelpunkt steht. Sie ließen sich von einer Stahlskulptur von Herbert Press, einer Farbfotografie von Cecile Noldus, einer Farblithografie von Jorinde Voigt und einer Gouache von Bernd Hinzelmann für eigene Arbeiten inspirieren. Aus vielseitigen Materialien sind farbenfrohe Bilder, Objekte und Fotografien entstanden, die in der Ausstellung präsentiert werden. In Kooperation mit Simon Wehber, Institut für Musikpädagogik, Universität Oldenburg.

Die Projektreihe Artothek & Schule orientiert sich am Curriculum, der Schulform und Klassenstufe. Ausgewählte Kunstwerke gehen auf die Reise ins Klassenzimmer und fördern auf diese Weise Schlüsselkompetenzen in der Bildenden Kunst.

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